Die Geschichte der Strecke
Altenhundem - Birkelbach

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Die Vorgeschichte

Im Jahre 1861 wurde die Ruhr-Sieg-Eisenbahn eröffnet. Schon kurz danach wurden Gedanken publik, die der später gebauten Strecke erstaunlich nahe kamen. So heißt es in 1964 im Olper Kreis-Blatt veröffentlichen „Prophezeiung„, daß ein Feuerroß in Kirchhundem nordwärts der Kirche durch das Dorf schnaubt. Andere Propheten sahen die Eisenbahnlinie bereits durch Heinsberg führen und den Tunnel in Richtung Hufeisenstein.

Prophezeiung in Bezug auf die neu Projectirte Eisenbahn von Altenhundem über Kirchhundem und Heinsberg nach Biedenkopf

Im Lennegrund und Hundemthal

Sind der Propheten viel an der Zahl;

Kirchhundem ist der Dichter Hort

Und selbst Propheten hat man dort

Hört nur den alten Joseph an,

der niemals lügen hat getan;

Er Redet wörtlich jetzt zu Euch

Ein Schäfer und Prophet zugleich-:

„Vor Jahr und Tag einst hielt ich Wacht

Beim Wäschezeug, in stiller Nacht;

Und daß es fest vor Diebeshand,

Hatt ich’s besprochen und gebannt.

Halbträumend sitz ich so und schau

Gen Westen in das weite Blau;

Da kommt von ferne mir zu Ohr

Ein donnerähnliches Rumor.

Gerassel war’s, was ich vernahm,

Und als es ächzend näher kam,

Der Kalte Schauer in mich drang;

Ich denke d’ran mein Leben lang.

Sieh! da im Dorf ist es schon,

Ein Feuerroß! Und schnaubt davon,

Der Kirche nordwärts durch den Ort;

Fünf Häuser mußten vor ihm fort.

Fürwahr ein gräßlich Ungethüm!

Dreihundert Wagen folgten ihm;

Mit Schrecken sah ich an den Troll,

und alle waren Menschenvoll.

Auch der Bekannten viel’ sah ich,

Sie grüßten aus den Fenstern mich,

Und denket Euch, wie sonderbar! -

Es rief mich einer an sogar.

Ich kannte ihn am Hut und Stock,

Am grauen Bart und Sommerrock,

Und als man beim Vasbacher-Haus,

Da spuckt er zum Waggon hinaus. -

Doch blitzschnelle, wie im Flug,

War schon vorbeigestürmt der Zug

und bog bei Herrentrop auf ein Mal

Beim weißen Kreuz in’s Wiesenthal.

Und als er da vorbeigejagt

Stand einer, der Parade macht’

In Uniform mit seinem Stab

Und schwenkte mit dem Zuge ab.

Er präsentierte ganz sich nur

Mit militärischer Bravour;

Doch als ich mir den Kerl besah,

Erblickte ich mich selber da.

Da aber kam der kalte Graus,

Denn die Besinnung ging mir aus,

Und als ich wieder sah umher;

War kein Gespenst zu blicken mehr. -

Seitdem manch Jahr und Tag verstrich,

Und Manches hat geändert sich,

Viel Eisenbahnen sind gebaut

Und meine Haare bald ergraut.

Auch kommt man hier und nivelliert,

Gemessen wird und disputiert;

Ich aber denk in meinem Sinn:

Hier schlagt ihr doch die Pfähle hin

(Olper Kreis-Blatt Nr. 33 vom 13.8.1964)

Man dachte damals an eine Verbindung zwischen Ruhr-Sieg-Eisenbahn und der Main-Weser-Bahn mit einer Linienführung von Altenhundem über Biedenkopf nach Marburg. Wegen der Kriege 1866 und 1870/71 wurde das Projekt aber vorläufig aufgegeben.

Ab 1899 sorgte vor allem der Apotheker H. Koch aus Altenhundem für eine Wiederbelebung der Bahnbauidee. Kurze Zeit später stand er an der Spitze des Vereinigten Bahnbaukomitees Kirchhundem, Erndtebrück und Laasphe. Im Jahre 1901 wurde die Bedeutung des Projektes in einer Denkschrift herausgestellt. Man beantragte beim Minister der öffentlichen Arbeiten die Herstellung der Bahnstrecke von Altenhundem nach Birkelbach auf Staatskosten. Am 9.06.1901 wurde jedoch dieser Antrag abgelehnt. Das Bahnbaukomite lies sich damit jedoch nicht abspeisen. Der Apotheker Koch regte im Oktober 1902 eine neue Petition an den neuen Eisenbahnminister an.

Zur Förderung des Projektes erklärten sich die Gemeinden des Amtes Kirchhundem im Jahre 1903 bereit, Geldmittel für den Grunderwerb beizusteuern. Dieser Erklärung lag ein Beschluß des Kreistages Olpe zugrunde, wonach für den Grunderwerb 3500 Mark zur Verfügung gestellt würden.

Die Planung

Am 08.11.1902 meldet die Siegener Zeitung, daß von den Orten Erndtebrück, Kirchhundem und Laasphe zum vierten Male eine Petition betr. den Bau einer Eisenbahn von Altenhundem nach Birkelbach an den Minister Budde gesandt wurde. Im Oktober 1903 wurde eine „Gehorsamste Bitte des Kreistages des Kreises Olpe„ abgesandt. Nicht allein die Kreise Olpe und Wittgenstein, sondern größere Gebietsteile von Westfalen und Hessen-Nassau haben ein großes Interesse daran, eine kürzere Verbindung zwischen der Ruhr-Sieg-Bahn und der Main-Weser-Bahn von Altenhundem nach Marburg herzustellen.

Ein wichtiges Dokument zur Planungsphase der Bahnstrecke Altennhundem-Birkelbach ist eine undatierte (etwa aus 1905/06 stammende) Denkschrift. In dieser Denkschrift wird ausgeführt, daß die Verbindungsbahn für weite Kreise Westfalens sowie für Süd- und Mitteldeutschland von größter Bedeutung ist. Das Interesse der gewerbereichen Täler der Lenne und Bigge an einer Wegverkürzung nach Mitteldeutschland ist zu groß und auf der anderen Seite fällt die zu erwartende Frachtverbilligung für Industrie, Bergbau, Forstwirtschaft ect. der Kreise Wittgenstein, Biedenkopf sowie des übrigen Teiles der Provinz Hessen Nassau über Marburg hinaus bis nach Mitteldeutschland im Wettbewerb mit dem billigeren Angebot der durch die günstigen Verkehrswege bevorzugten Gegenden zu schwer in die Waagschale, daß immer wieder der Ruf nach der Herstellung der jetzt noch fehlenden Verbindungsbahn von Altenhundem nach Erndtebrück bzw. Birkelbach erhoben werden müßte, und die umsomehr, als nach Ausführung des in Aussicht genommenen Kanalnetzes sich ohnehin die Verhältnisse noch zu Ungunsten der genannten Gegenden verschieben werde.

Die bereits bestehende Bahn Kreuzthal - Erndtebrück, der „norddeutschen Schwarzwaldbahn„ einschließlich der Strecke Altenhundem Kreuzthal ist nur 26,5 km länger als die projektierte; ebenso ist die Steigung der neuen Bahn um 159 m geringer. Außerdem würde eine völlig isolierte Gegend dem Verkehr erschlossen werden. Über die Terrainverhältnisse dieser Strecke Altenhundem-Erndtebrück spricht sich die treffliche eingehende Denkschrift des Baurates und Eisenbahndirektors Plessner aus Gotha folgendermaßen aus.„ Die betriebsfähigste und kilometrisch berechnet billigste Linie würde eine sein, welche von Altenhundem im Lennethal hinauf über Schmallenberg nach dem Ederthale bei Schloß Röspe führt, sich mit 1 : 100 traciren lässt aber 12 km länger als alle anderen und deshalb weniger concurenzfähig ist. Man wird sich daher entschließen müssen, die über Kirchhundem Albaum und Heinsberg führende Linie bis zur Wasserscheide Lenne und Eder durch höherhalten derselben schon bei Kirchhundem und Einlegung etwas engerer Curven so zu entwickeln, daß man mit einer Steigung von 1 : 65, vielleicht sogar 1 : 68 bis zum Tunnel vor Schloss Röspe und mit 1 : 72 hinunter an die Eder kommt.„

Desweiteren folgen in der Denkschrift Berechnungen über das zu erwartende Frachtaufkommen unter anderem aus der Kalkindustrie bei Grevenbrück, den Schwefelkiesgruben bei Meggen, der Eisen-, Zink-, Kupfer- und Lederfabriken der Kreise Olpe und Altena, der fast unermeßlichen Porphyrlager von Würdinghausen, und den Holzreichtum der Bezirke, welche die Bahn zum Teil durchschneiden würde.

Für den Bau der Strecke wurden pro Kilometer 150.000 Mk angesetzt , so daß nach ersten Berechnungen die ganze Linie 3.270.000 Mk kosten würde. Die Einnahmen aus dem Frachtaufkommen wurden mit 289.690 Mk ohne die noch zu erwartende Kohledurchfuhr beziffert. Als Verwaltungs- Betriebs- und Unterhaltungskosten wurden 5000 Mk pro Kilometer angesetzt. Nun wurden noch die zu erwartenden Einnahmen aus Steinkohlefrachten ermittelt. Zum Schluß kam man auf jährliche Nettoeinnahmen von 16,5 % der Herstellungskosten.

In den folgenden Jahren wurden von Seiten der Landratsämter Vorschläge und Anregungen für eine Streckenplanung gemacht. Unter anderem wurden Vorschläge für Bahnhöfe, eine Güterhaltestelle jenseits der Wasserscheide im Schwarztal erstellt und ebenso gebeten die Möglichkeit der zukünftigen Anlage einer Talsperre offenzuhalten.

Noch im Jahre 1905 beauftragte der Minister für öffentliche Arbeiten die Königliche Eisenbahn-Direktion die voraussichtliche Rentabilität einer Eisenbahnlinie Altenhundem-Birkelbach zu prüfen .

Am 05.12.1905 wurde folgende Bekanntmachung veröffentlicht:

Der Königlichen Eisenbahn-Direktion zu Elberfeld haben wir auf ihren Antrag die Vornahme von allgemeinen Vorarbeiten für eine Nebeneisenbahn von Altenhundem nach Birkelbach auf fremden Grundstücken in den Gemeinden Kirchhundem, Oberhunden, Kohlhagen und Heinsberg des Kreise Olpe sowie in den Gemeinden Birkelbach und Womelsdorf des Kreises Wittgenstein gemäss § 5 des Enteignungsgesetzes vom. 11. Juni 1874 vorbehaltlich der zu leistenden Entschädigungen gestattet.

Indem wir dieses zur öffentlichen Kenntnis bringen, machen wir zugleich darauf aufmerksam, dass - abgesehen von den Fällen des § 274 des Strafgesetzbuches - nach § 30 des Feld und Forstpolizeigesetzes vom 1. April 1880 mit Geldstrafe bis zu 150 M.- oder mit Haft bestraft wird, wer unbefugt Steine, Pfähle, Stroh- oder Hegewische, Hügel, Gräben oder ähnliche zur Abgrenzungen, Absperrungen oder Vermessung von Grundstücken oder Wegen dienenden Merk- oder Warnungszeichen und dergleichen fortnimmt, vernichtet, umwirft, beschädigt oder unkenntlich macht.

Arnsberg, den 5. Dezember 1905, Der Vorsitzende des Bezirks-Ausschusses.„

Der Entwurf der Nebeneisenbahn wurde dem Minister für öffentliche Arbeiten in Berlin vorgelegt. Von diesem kamen dann auch Änderungswünsche hinsichtlich der Ausführung der Strecke und Gestaltung der Bahnhöfe. So wurde z.B. für die Notwendigkeit eines Bahnsteigtunnels in Birkelbach eine Begründung verlangt (Brief von 15.11.1906).

Am 29.05.1907 bewilligte der preußische Staat schließlich die Baukosten für das Bahnprojekt.

Zur Bestimmung der Lage der Bahnhöfe auf der geplanten Nebenbahnlinie Altenhundem-Birkelbach trafen sich am 05.05.1908 Vertreter des Regierungspräsidenten in Arnsberg, der Königlichen Eisenbahndirektion, Landrat Dr. Schröder aus Berleburg, Amtmann Viereck aus Erndtebrück, Amtmann Kaiser aus Berleburg, der Gemeindevorsteher von Birkelbach, Forstmeister Reinhard aus Rüspe, Landrat Geheimer Regierungsrat Freusburg aus Olpe, Amtmann Statzer aus Oberhundem, Gemeindevorsteher von Heinsberg - Hesse und von Oberhundem - Schulte, von Kirchhundem - Hengstebeck und Gemeindeverordnete von Albaum, Würdinghausen, Brachthausen und Flape. An diesem Tage wurden hauptsächlich der Streckenverlauf von Birkelbach bis zum Schwarzbachtal und die Anlage der Ladestelle Röspe verhandelt. Die Verhandlungen wurden in Würdinghausen vor Ort und am nächsten Tage in Kirchhundem fortgeführt.

Nach dieser Planung wurden dann die entsprechenden Pläne von der Eisenbahndirektion Wuppertal Elberfeld überarbeitet und zum Teil neu angefertigt und den beteiligten Gemeinden und dem Regierungspräsidenten in Arnsberg zur öffentlichen Auslegung übersandt. Am 27. Oktober fand mit Vertretern des Regierungspräsidenten, der königlichen Eisenbahndirektion, der beteiligten Gemeinden und Grafen eine landespolizeiliche Prüfung der Nebenbahnlinien Altenhundem-Birkelbach statt. War vorher der grobe Streckenverlauf besprochen worden, wurden jetzt Einzelheiten besprochen wie z.B. die Auswirkungen des neuen Bahndammes auf die Eder bei Hochwasser, ggf. sollte die Eder verlegt werden, außerdem wird wiederholt gefordert, daß die Ladestelle Röspe unmittelbar an der Kreisgrenze gebaut werden solle. Die Vertreter der Gemeinden gaben an, daß die Gemeinden sich an dem Bau der Zufahrtswege beteiligen würden, ebenso die fürstliche Verwaltung Berleburg und die gräflich Fürstenbergsche Verwaltung, da über diese Ladestelle umfangreiche Holzfrachten verladen werden könnten. Die Vertreter der Eisenbahnverwaltung waren von diesen Vorschlägen nicht gerade begeistert, da dies mit Mehrkosten verbunden sei, sagten jedoch eine erneute eingehende Prüfung zu.

Am 12. Dezember 1908 wurden von der Königlichen Eisenbahndirektion neue Pläne bezüglich der Ladestelle Röspe vorgelegt und die vorgenannten Vertreter für den 22.12.1908 zu einer erneuten Ortsbesichtigung eingeladen. Hierbei wurde dann endlich beschlossen, die Holzverladestelle Röspe zu bauen.

Dieser Beschluss war jedoch dem Schuleistenfabrikanten Möller (Rüsperwerke) nicht weitgehend genug. Auf die Wünsche der Waldbesitzer war man eingegangen und hatte die Holzverladestelle beschlossen. Der Fabrikant Möller setzte sich nun zum einen für die Bewohner des Ortes Rüspe und zum anderen für seine Arbeiter, die zum Teil von auswärts kamen, ein, und beantragte am 21.04.1910 bei der Königlichen Eisenbahndirektion, daß für die Ladestelle Röspe auch Personenverkehr zugelassen würde. Dies begründete er damit, daß die Kinder von Rüspe nach Oberhundem zur Schule und die Bewohner in das nächste Kirchdorf Oberhundem müßten. Dies sei im Winter infolge der Schneemassen fast ausgeschlossen. Außerdem müßte ja auch einmal ein Arzt nach Rüspe kommen können und schließlich sei es auch wichtig, daß von Heinsberg und Oberhundem die Arbeiter in seine Fabrik kommen könnten. Seine Fabrik leide seit Jahren unter Arbeitermangel, der durch die beschwerlichen Wege zustande käme (1 ½ Stunden Fußmarsch).

Hier zeigt sich, daß die Kreis- und Glaubensgrenze damals ein fast unüberwindliches Hindernis für die Menschen darstellte. Hätten nicht die Einwohner von Rüspe den kürzeren und einfacheren Weg nach Birkelbach wählen können? Dies ist heute anders.

Der Antrag des Fabrikanten Möller löste dann einen regen Schriftverkehr zwischen der Königlichen Eisenbahndirektion und den Behörden (Gemeindeverwaltungen, Landrat und Regierungspräsidenten) aus. Die Königliche Eisenbahndirektion lies sich von diesen bestätigen, daß der Antrag gerechtfertigt sei. Schließlich und zu guter Letzt wurde vom Minister genehmigt, die Güterladestelle Röspe für den Personenverkehr auszurüsten.

Im Sommer 1910 wurde mit dem Bau des Teilabschnittes Altenhundem Heinsberg begonnen. Die Bahn wurde etwa 8 bis 10 Meter über der Talsohle in Kirchhundem angelegt, weil die früher anders verlaufende Ruhr-Sieg-Strecke mittels Brücke überquert werden mußte. Bei Böhminghausen war die 10Anlage eines großen Viaduktes nötig, um das Tal zu überqueren. Am 28.07.1911 begann die Firma Pack aus Letmathe mit dem Bau des Heinsberger Tunnels und am 12.12.1912 meldete das Sauerländische Volksblatt, daß der Tunnel duchgeschlagen sei. Die Firma setzte bei dem Bau auch erstmals Dampfbagger ein, die die Arbeiten erheblich vereinfachten.

Die Arbeiter an der Bahnstrecke wurden in eigens dafür eingerichteten Kantinen und Baracken untergebracht und verpflegt. Unter ihnen gab es recht rauhe Gesellen. In Berichten des Sauerländer Volksblattes wird von Raufereien, bei denen es Verletzte und sogar Tode gab, berichtet.

Die Eröffnung

Als am 30.06.1914 mit Militärkonzert und Festessen die Eröffnung der Eisenbahnstrecke Altenhundem-Birkelbach gefeiert wurde, ahnte niemand, daß dieses Bauwerk nicht einmal das 20. Jahrhundert überleben würde. Nach mehr als siebenjähriger Bauzeit wurde die Strecke ihrer Bestimmung übergeben. Der Eröffnungszug fuhr um 9.2o Uhr von Altenhundem nach Erndtebrück. Um 11 Uhr fand im Gasthof Dickgräwe in Erndtebrück eine Festfeier mit Militärmusik und Frühstück statt. Anschließend fuhr der Zug wiederum nach Altenhundem wo dann um 2 ½ Uhr das Festessen mit Militärmusik in der Schützenhalle zu Altenhundem stattfand . Nach der Festfeier fuhr man dann wieder zurück nach Erndtebrück. Für diese Fahrt wurden folgende Karten ausgegeben : Für die Teilnahme am Frühstück in Erndtebrück zu 2,50 M und für die Teilnahme am Festessen in Altenhundem 4,00 M. Die Eisenbahndirektion Elberfeld teilte damals folgendes mit: „Am 1. Juli ds Js. (1914) wird die normalspurige Bahnstrecke Altenhundem-Birkelbach als Nebenbahn mit den Stationen Kirchhundem-Flape, Würdinghausen, Albaum und Heinsberg für den Personen-, Güter-, Gepäck- und Privattelegrammverkehr sowie für die Abfertigung von Leichen und lebenden Tieren eröffnet. Die ferner an der Strecke gelegene Ladestelle Röspe hat nur Personenverkehr und Frachtgutverkehr in Wagenladungen...„.

Das Sauerländische Volksblatt berichtet über die Eröffnungsfahrt folgendermaßen:

Die Eröffnung der Eisenbahn Altenhundem - Birkelbach

Altenhundem, 30.Juni

Heute haben wir Altenhundem Birkelbach eröffnet. Ein goldig strahlender Sommertag war’s vom Morgen bis zum Abend ein wolkenloser klarblauer Himmel, eine bis jetzt seltene Begebenheit im heurigen Sommer.

Gegen 9 Uhr früh bringt uns der Zug nach Altenhundem, das nun in seinem Streben, ein Eisenbahn-Knotenpunkt zu werden einen neuen Schritt gemacht hat. Auf dem Bahnsteig sind schon viele Festteilnehmer versammelt, des Augenblicks harrend, wo sie das Dampfroß zum ersten Male nach Birkelbach-Erndtebrück bringen soll. Bald rollt der aus Wagen der 1. und 2. Klasse zusammengesetzte Festzug, der eine außerordentlich stattliche Länge aufweist, heran, und jeder bemüht sich, einen guten Platz zu gewinnen. Glücklich, wer ans Fenster zu sitzen kommt und so nicht allein besser Ausschau halten, sondern auch den bei der Hitze wohltätig wirkenden kühlenden Luftzug genießen kann. Unter Böllerschüssen setzt sich der Zug in Bewegung. Der neue Bahnkörper zweigt kurz hinter Altenhundem von der Ruhr-Sieg-Bahn ab und läuft dann in einer Überführung über diese hinweg. Die erste Station ist Kirchhundem-Flape, die unmittelbar am Dorfe Kirchhundem, nicht weit hinter dem Amtshause, liegt. Man hat dieser Station den Beinamen Flape gegeben, wohl um bei den beiden Bahnhöfen die Bezeichnung „Ost„ und „West„ zu umgehen, vielleicht auch um dem benachbarten Weindorf Flape, das zweifelsohne ein bedeutender Kunde der neuen Station werden wird, eine Reverenz zu bezeigen. Herrntrop wird rechts liegen gelassen und gleich darauf erreichen wir Würdinghausen, dessen Bahnhof auch dem etwa 1 Stunde entfernten Oberhundem dienen muß. Wir fahren über den Viadukt bei Böhminghausen, mit dem Würdinghausen Übergang eines der schönsten Bauwerke der neuen Strecke. Nunmehr beginnt die Gegend immer waldiger und bergiger zu werden und wir schauen, zur linken Hand hoch oben die ragenden Albaumer Klippen, mit Flaggen geschmückt. Eine prachtvolle Aussicht soll man da oben haben, und was diesen Punkt noch reizvoller macht, ist die Geschichte von den sogenannten „Schanhollen„, einem zwergenhaften Menschenschlag. die da oben in alten Zeiten gehaust haben und, den scheuen Heinzelmännchen gleich, den Albaumer Bauern in uneigennütziger Weise- nur für ein armseliges Stück Brot - Dienste getan haben. Der Bahnhof Albaum, ein ganz der Gegend angepaßtes Haus! Von der Höhe gegenüber grüßt die schöne in rotem Porphyr erbaute Kirche. Dann ist Heinsberg da, ein stattliches Dorf in das man von hohem Damm tief hinabblickt. Manche Dörfer haben noch Strohdächer, die in ihrer Deftigkeit einen soliden Eindruck machen. Der Bahnhof Heinsberg ist wohl am prächtigsten geschmückt. Immer höher sind wir in vielen Windungen gekommen: Während Altenhundem erst 270 Meter über dem Meere liegt, haben wir in Heinsberg schon eine Höhe von 430 Metern erklommen. Dann ist bald der Heinsberger Tunnel erreicht, dessen Portale mit Girlanden und Fähnchen geschmückt sind. Mit seiner Länge von 1300 Meter hat sein Bau dem Baumeister und Unternehmer sicher manche Nuß zu knacken gegeben. Wir fahren im Tunnel immer noch bergan und brauchen so wohl an die 4 Minuten bis wir hindurch sind. Am anderen Ende ist die Wasserscheide und dann geht’s vorläufig bergab. Einige Kilometer noch und wir überschreiten die Kreisgrenze, ins Wittgenstein’sche hinein. Die kleine Station Röspe liegt einsam und still da. Nicht viel weiter sind wir gefahren, da schlängelt sich von links her, am Bergessaum entlang, die von Berleburg kommende Bahn heran, um sich in der nach einer Minute auftauchenden Station Birkelbach mit unserer Strecke zu vereinigen.

Das ist der Endpunkt der Neubaustrecke, aber der Endpunkt der von Altenhundem verkehrenden Züge ist Erndtebrück, eine Station weiter und der bekannte Knotenpunkt an der Linie Kreuztal - Cölbe - Marburg. Hier entsteigen wir dem Zuge und kehren allesamt in den ziemlich in der Nähe des Bahnhofs liegenden Gasthof Dickgräwe ein, dessen Besitzer ein Grevenbrücker Landsmann ist. In dem geräumigen Saale erwartet uns ein opulentes Frühstück. Etwa 300 Teilnehmer zählen wir, an der Spitze Fürst Richard zu Sayn-Wittgenstein, Reg.-Präsident v. Bake-Arnsberg, Eisenbahndirektions-Präsident Hoest-Elberfeld, Geh.-Rat Freusberg, Geheimrat Loebbeck, Bergrat Goebel, Landrat v. Hartmann-Kev, Amtmann Hennken-Kirchhundem, Amtmann Biereck-Erndtebrück, Gewerke Loehr-Meggen, Apotheker Koch-Paderborn (früher in Altenhundem) u.a.m. Amtmann Biereck begrüßt hier die Ehrengäste und Gäste im Namen seiner Gemeinde. Die Kapelle des Marburger Jägerbataillons konzertiert wie später auch beim Festmal in Altenhundem.

Auf 12 Uhr war der Beginn der Rückfahrt nach Altenhundem angesagt. Dies war die eigentliche Festfahrt, und drum zeigt sich jetzt auch die Lokomotive festlich bekränzt. An den einzelnen Stationen standen die Einwohner jetzt erwartungsvoll in dichten Scharen, die Schulkinder waren unter Führung ihrer Lehrer gekommen, um den denkwürdigen Festtag durch Miterleben und Mitanschauen für ihren Lebtag fest einzuprägen. Freude auf den Gesichtern und strahlenden Auges schwenkten sie die mitgebrachten Fähnchen dem einrollenden Zug entgegen. Auf Station Röspe begrüßte Gutsbesitzer Josep Schmelter-Oberhundem die Festteilnehmer in einer launigen Rede und mit großer Heiterkeit nahm man seine Bemerkung auf, daß die einsame Station Röspe wohl nur von Wilddieben zu Einsteigen benutzt würde. Mit Wilddieben - nach dem Vorhergesagten müssen deren in der Gegend ja wohl nicht wenige sein - hatte auch das Schauspiel, das sich kurz nach dem Verlassen der Station Röspe rechts, auf einem mit niedrigem Gestrüpp bewachsenen Berge den Augen der Fahrgäste bot, zu tun. Es war der gut dargestellte Kampf eines Försters mit einem Wilderer, der gerade ein Reh erlegt hat. Die Schüsse, die beide aufeinander wechselten, zeigte uns die Gefährlichkeit des Försterberufs als auch die rohe verbrecherische Verwegenheit des Wildererhandwerks. Die Station Heinsberg, deren besonders schöner Schmuck wir schon vorhin hervorhoben, war jetzt außerordentlich belebt. Schwarz-weiß-rotes Flaggentuch, geschmackvoll drapiert, und Tannenreisig waren in verschwenderischer Fülle verwandt, um dem schönen Bahnhofsgebäude und seiner Umgebung ein festliches Aussehen zu geben. Und daß dies wohlgelungen war, darüber herrschte eine Stimme. Auf hohen Ehrenpfosten hatten zwei Turner, große Willkommensschilder haltend, die Wacht. Pfarrer Rosenfeld sprach tiefempfundene Begrüßungs- und Dankesworte an die Präsidenten und sonstigen Festteilnehmer. Auch Station Ahlbaum zeigte prächtigen Schmuck und ein ähnlich belebtes Bild. Hier gab Pfarrvikar Floren den Empfindungen seiner Gemeinde in einer längeren Rede Ausdruck. In Würdinghausen war es Gemeindevorsteher Hengstebeck und in Kirchhundem-Flape Amtmann Henken, der in herzlichen Worten des Dankes und der Freude der Bedeutung des Tages und der festlichen Fahrt gedachte. Auch diese beiden Stationen waren geschmackvoll dekoriert.

Zur Bewältigung des neuen Verkehr erhielt das Bw Erndtebrück 5 Güterzuglokomotiven der Reihe G 8 und 6 Tenderlokomotiven T 16, wobei letztere die Güterzuglokomotiven im Heinsberger Tunnel unterstützten. Personenzüge wurden mit 4 bis 6 Wagen, an verkehrsreichen Tagen (Montags, Samstags) mit bis zu 10 Wagen befördert.

Das Ende

Die Reichsbahndirektion Wuppertal verfügte am 01.10.1944 durch das Betriebsamt Altena und Masch.-Amt Siegen die sofortige Einstellung des öffentlichen Verkehrs der Strecke Altenhundem - Birkelbach. Die Bahnbetriebswerke Altenhundem und Erndtebrück, die Bahnhöfe Altenhundem, Heinsberg und Erndtebrück erhielten unter „streng geheim„ die Anweisung: Weitere Zugfahrten dienen „kriegswichtigen Zwecken„. Weiter wurden die Bahnhöfe angewiesen, durch Aushänge in den Warteräumen die Einstellung des Reisezugverkehrs bekanntzugeben.

Der Bahnkörper von Strecken km 16 bis 18 wurde zum Sperrgebiet erklärt (Tunnel bei Heinsberg). Der Tunnel wurde von den damaligen Machthabern nach einer Ortsbesichtigung (Sonderfahrt von Altenhundem mit Lok Br. 74) im August 1944 als „Militärisches Objekt„ erklärt und in der sog. ersten Baustufe mit einer Betondecke versehen. An den Schienenköpfen verblieb eine Rille, um das weitere Befahren durch Schienenfahrzeuge zu ermöglichen. Die Organisation Todt, eine Sondertruppe des Reicharbeitsdienstes, begann mit dem Ausbau des Tunnels. Hierzu wurde im Krenkeltal bei Heinsberg vor dem Tunnel ein Russenlager errichtet. In 5 Wohnbaracken, einer Küchenbaracke, zwei Wasch- und Abortbaracken und zwei weiteren Massivbaracken wurden 300 russische Kriegsgefangene untergebracht und mußten im Tunnel, geschützt vor Fliegerangriffen, eine Motorenfabrik aufbauen. Die Organisation Todt konnte ihr sogenanntes „Bauvorhaben Birk„ nicht vollenden. Zur einer Produktion ist es aber nicht mehr gekommen. Die Lagerleitung hat die Russen in letzter Stunde durch den Tunnel den Amerikanern entgegengeschickt. Dadurch blieb Heinsberg durch Plünderungen von ihnen verschont. Wann welcher Zug zuletzt die gesamte Strecke befuhr und ob V-Waffen im Tunnel gelagert oder zusammengebaut wurden, kann letztendlich nicht genau gesagt werden. Den Streckenteil Birkelbach - Heinsberger Tunnel befuhr sehr wahrscheinlich am 11.3.12945 zu letzten mal ein Zug. Es soll ein Militärzug gewesen sein. Dieser Zug wurde von Tieffliegern angegriffen und beschädigt. Ebenfalls wurden die Bahnhofsgebäude beschädigt.

Beim Näherkommen der Front sprengten dann am 2. Ostern 1945 deutsche Soldaten als erstes die Eisenbahnbrücke am Herrenhaus Röspe. Weitere Brückensprengungen erfolgten fast gleichzeitig zwischen Röspe und Würdinghausen. Die große Talbrücke am Bahnhof Röspe wurde gesprengt und dadurch gleichzeitig das Befahren der unter ihr durchlaufenden Straße Erndtebrück-Oberhundem (Die Pforte ins Sauerland) unmöglich gemacht. Aus der dreibogigen Talbrücke über den Schwarzbach wird der Mittelbogen gesprengt. Die Gesteinsmassen stürzen auf die Wegdurchführung, die ebenfalls unpassierbar wird. Diese Sprengungen beendeten die Geschichte der Strecke Altenhundem-Birkelbach als durchgehende Verbindung. Es ist bekannt, daß von den Besatzungsmächten größere Holzmengen aus den hiesigen Wäldern gefordert wurden. Dies war auch der Grund, daß schon 1946/47 eine Behelfs-Trägerbrücke über die zerstörte Bogenbrücke in Röspe gebaut wurde. Auf Anordnung durch das MA. Siegen und das Betriebsamt Altena wurden die Gleise bis zur Ladestelle Röspe wieder befahrbar gemacht und größere Mengen Holz in Röspe verladen und abgefahren. Im Spätherbst 1964 fuhr als letzter der Lokführer Karl Achenbach mit der Lokomotive V 60 892 bis zur Ladestelle Röspe. Danach lag die Strecke „tot„ und die Natur nahm die Strecke in Besitz. Am 26.09.1965 wurde auch der Bahnhof Birkelbach aufgelöst. Amtlich heißt es an diesem Tage: „Signale, Hebel, 5 Fahrstraßenhebel und Block stillgelegt, Strecke nach Röspe unbefahrbar„. - Im April 1967 wird mit dem Abbau der Bahnanlagen in Röspe begonnen und am 18.05.1967 war der Abbau bis zur Weiche in Birkelbach beendet. Die Gleise zwischen Röspe und dem Tunnel wurden bereit Jahre vorher abgebaut.

Als letztes Überbleibsel wurde der gesamte Bahndamm von der Straßenbrücke Röspe bis Birkelbach abgetragen und damit das Industriegebiet Schameder aufgefüllt.

Der von der Bahn verlassene Rösper Bahnhof wurde von den Rösper Bürgern als Festplatz übernommen und in den folgenden Jahren fanden hier die bekannten Kartoffelbraten und später die Waldfeste der Freizeitgruppe Röspe (FZG) statt. Da man sich aber nicht sicher sein konnte, daß die Bahn das Gelände an einen Außenstehenden veräußern würde, beschlossen 1985 einige Mitglieder der FZG sich mit der Bahn in Verbindung zu setzen und das Gelände zu erwerben um es den Rösper Bürgern als Festgelände zu erhalten. Nach langwierigen Verhandlungen unterbreitete die Deutsche Bundesbahn erstmals 1987 ein Verkaufsangebot. Letztlich wurde man sich über den Kaufpreis einig und am 01.10.1988 wechselte das Grundstück Rösper Bahnhof den Besitzer.

Die Interessengemeinschaft Rösper Bahnhof renaturierte in den folgenden Jahren einen Teil des Geländes, indem in Zusammenarbeit mit dem Amt für Landespflege und der Gemeinde Erndtebrück Laubbäume und Gehölze angepflanzt wurden. Während der verschiedenen Arbeiten, die erforderlich waren, konnte auch durch Zufall der noch erhaltene Brunnen gefunden und freigelegt werden. In zähen Verhandlungen mit dem Kreis Siegen (Untere Landschaftsbehörde u. Untere Baubehörde) und Unterstützung durch den Sauerländischen Gebirgsverein konnte erreicht werden, daß im Bereich des ehemaligen Bahnhofsgebäudes ein Grillplatz errichtet werden konnte. Dieser Grillplatz ist eine Station an dem, durch den Sauerländischen Gebirgsverein errichteten, Wittgensteiner Panoramaweges der auf einer Länge von 145 km um den Altkreis Wittgenstein führt.

Dies zeigt, daß auch nach Aufgabe der Strecke durch die Bahn ein Interesse von anderer Seite besteht. Zum einen dienten die Bauwerke als günstige Lieferanten für andere Bauzwecke (Bruchsteine u. Auffüllmaterial) zum Anderen dienen die Grundstücke der Bevölkerung als Erholungsgebiete. Eisenbahnfreunde aus Nah und Fern suchen und sammeln heute Schriftstücke und Bilder der vergangenen Epoche. Herr Hübschen aus Münster hat hierzu eine Diplomarbeit unter dem Titel „Aufgegebene Eisenbahntrassen in Westfalen. Heutige Nutzung und Möglichkeiten neuer Inwertsetzung„ vorgelegt.

Nach mehrfachen Ankündigungen das „Viadukt„ bei Böhminghausen abzureißen, will die Bahn AG in diesem Jahr endgültig „Ernst machen„ (Westf. Rundschau vom 04.01.1996)

Nach dieser Ankündigung sollte die letzte große Brücke der ehemaligen Bahnstrecke Altenhundem-Birkelbach gesprengt werden. Nach Aussage der Bahn AG würden sich die Restaurierungskosten auf ca. 4 Mill. DM summieren, einen Sprengung und der Abtransport der Trümmer jedoch „nur„ 1 Mill. DM kosten.

Am Samstag, dem 15.02.1997 war es dann soweit. Die Bahn hatte das Baudenkmal in den letzten Jahren systematisch verrotten lassen. Angesichts herabstürzender Steine mußte gehandelt werden. Da die Brücke ohnehin keinen Nutzen mehr brachte und kein Pfennig für die Sanierung bereitgestellt wurde, war das Schicksal des neunbögigen, 167 Meter langen und bis zu 22 Meter hohen herrlichen Bauwerkes besiegelte Sache. Die außergewöhnliche Sprengung erlebte unglaubliche Aufmerksamkeit. Außerhalb des 300-Meter-Sicherheitsgürtels scharten sich mehrere tausend Zuschauer und Eisenbahnfreunde auf den wenigen Plätzen, von denen infolge der dichten Bewaldung, ein letzter Blick auf die Brücke möglich war. 80 Sicherheitskräfte und ein Polizeihubschrauber waren zu Absicherung der Sicherheitszone im Einsatz. Die für 13.00 Uhr angesagte Sprengung verzögerte sich jedoch infolge technische Mängel bis 16.15 Uhr. Dann war es soweit. 160 Kilo TNT verteilt auf 280 Bohrlöcher legten die 15.00 Tonnen schwere Brücke flach.

© Dieter Saßmannshausen

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